Knorpelschäden
Vielfach sind Eingriffe am Gelenkknorpel notwendig

Knorpelauffaserungen


Knorpeleinrisse und Ablösungen
Ebenfalls durch Verletzungen oder Verschleiß oder beides kommt es zu Knorpelschäden. Die Gelenkoberflächen sind dann nicht mehr glatt und fest, sondern rauh, uneben und weich, zum Teil sogar zerklüftet und zerstört. Es zeigen sich Knorpelaufbrüche und -einrisse sowie Erweichungsherde (Arthrose). Es können sich nun immer wieder kleine Knorpelpartikel lösen (Schneeflocken), die eine entsprechende Reizung an der Gelenkinnenhaut verursachen, die ihrerseits spezielle Giftstoffe absondert, die dann wiederum den gesunden Knorpel schädigen. So entsteht ein fortwährender Kreislauf, d. h. das Fortschreiten der Arthrose. Dieser Kreislauf kann nun durch eine arthroskopische Operation unterbrochen werden durch eine sogenannte Chondroplastik. Unter Chondroplastik versteht man die operative Bearbeitung eines Knorpelschadens.

Es werden die Knorpelaufbrüche, der sich lösende und instabile Knorpel, sehr vorsichtig entfernt (sehr wichtig dabei ist, dass der noch intakte Knorpel unberührt bleibt und nicht beschädigt wird), der Übergang zum gesunden Knorpel wird stabilisiert, die Knorpelauffaserungen und die gesamte defekte Knorpeloberfläche werden vorsichtig und ganz fein mit verschiedenen Shavern abgeschliffen und schließlich wird die gesamte Knorpeloberfläche zusätzlich, falls erforderlich, mit einem speziellen Hochfrequenzinstrumentarium versiegelt. Knorpelerweichungsherde werden „ausgehärtet“ und wieder elastischer gemacht. Kleinere Einrisse im Knorpel werden verschlossen.

Insgesamt soll wieder eine, soweit möglich, glatte und vor allem stabile Knorpeloberfläche erreicht werden, damit ein Voranschreiten des Knorpelschadens und somit der Arthrose möglichst vermieden wird.

Durch eine Operation wird also in erster Linie ein Fortschreiten des Knorpelschadens oder der Arthrose verhindert. Zur Regeneration und zur qualitativen Verbesserung des bearbeiteten Knorpels ist es oft sinnvoll, 6-8 Wochen nach der Operation eine medikamentöse Injektionsserie mit Hyaluronsäure zu beginnen.

Bei bereits ausgeprägten Knorpelschäden gibt es bestimmte operative Verfahren, um reparative Vorgänge in Gang zu setzen, d.h. die Knorpelsituation wieder zu verbessern (siehe Kapitel Arthrose).

Durch Verletzungen oder Verschleißerscheinungen oder beides können Teile des Meniskus einreißen und dadurch die Gelenkmechanik stören. Mit der Zeit erfolgt vor allem eine Zerstörung der angrenzenden Knorpelflächen, weshalb das ab- oder eingerissene Meniskusgewebe operativ entfernt werden muss. Ziel dabei ist, soviel gesundes Meniskusgewebe wie möglich zu erhalten.

Eine OP-Indikation besteht bei festgestelltem Meniskusschaden auch dann, wenn keine Schmerzen bestehen, da sonst der Riss im Meniskus größer und außerdem der Gelenkknorpel geschädigt wird.

Eine Operation sollte grundsätzlich zum frühestmöglichen Zeitpunkt stattfinden, um die erwähnten Sekundärschäden so gering wie möglich zu halten.
Kontakt
Dr. med. Klaus Steinhauser
Arzt für Orthopädie / Sportmedizin
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