Arthrose
Was ist eine Arthrose?

Hochgradiger Knorpelschaden am Schienbeinplateau: Der Knorpel ist bereits bis auf den Knochen abgelöst


Ausbruch eines großen Knorpelfragmentes
Der Ausdruck kommt vom Griechischen (Arthros = Gelenk) und bedeutet Verschleiß des Gelenkes. Die Arthrose ist durch eine zunehmende Zerstörung des Knorpels gekennzeichnet. Wie bereits im Kapitel „Knorpelschäden” erwähnt, kann durch eine arthroskopische Gelenksanierung die weitere Knorpelzerstörung verhindert werden. Vor allem bei fortgeschrittenen oder sogar hochgradigen Arthrosen können bestimmte Techniken verwandt werden, um wieder ein Knorpelwachstum zu stimulieren.

Sowohl bei der Abrasionsarthroplastik als auch bei der Micro-Fracture-Technik wird durch ”Aktivierung” der blanken Knochenstellen das Wachsen eines neuen Knorpels, des sogenannten Faserknorpels, angeregt. Durch Auffräsen oder Anbohren der kahlen Knochenstellen kommt es durch kapilläre Blutungen zunächst zu einer Art „Blutschwamm”, der sich dann in Bindegewebe umwandelt. Aus diesem wird schließlich das neue faserige Knorpelgewebe. Für das Auswachsen des neuen Knorpelgewebes benötigt der Körper ca. 3 Monate. Bis das Gewebe schließlich fest und ausgehärtet ist, vergeht ca. 1 Jahr.

Deshalb ist auch für die ersten 3 Monate eine Entlastung mit zwei Unterarmgehstützen erforderlich, damit das noch „weiche” Knorpelgewebe nicht wieder weggedrückt wird. Weiter ist für das erste Jahr nur eine sogenannte Alltagsbelastung erlaubt. Hierbei ist zu erwähnen, dass auch größere Spaziergänge oder gar Wanderungen unterbleiben sollten! Allerdings muss bei diesen Techniken erwähnt werden, dass es keine Erfolgsgarantie gibt.

Andererseits ist es ein relativ kleiner und schonender Eingriff, der bei Ausbleiben eines Erfolges weitere operative Maßnahmen – in erster Linie dann die Endoprothetik – nicht verhindert.
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Dr. med. Klaus Steinhauser
Arzt für Orthopädie / Sportmedizin
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