Der Ablauf der arthroskopischen Operation
Eine spezielle Optik mit einem Durchmesser von 5 mm wird in das Kniegelenk eingeführt, das gleichzeitig mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt wird. An die Optik wird eine Videokamera angeschlossen und somit der Kniegelenk-Innenraum auf einen Fernsehmonitor übertragen. Es erfolgt nun ein zweiter kleiner Zugang an einer anderen Stelle des Kniegelenks, wobei zunächst mittels eines kleinen Tasthäkchens die einzelnen Strukturen systematisch im Kniegelenkinneren untersucht und abgetastet werden. Die dabei festgestellten Veränderungen werden nun mit speziellen mikrochirurgischen Instrumenten arthroskopisch behandelt, das heißt: alle operativen Maßnahmen im Gelenk erfolgen geschlossen unter Kontrolle des Videomonitors, also ohne Öffnung des Kniegelenkes (es erfolgt kein Schnitt mehr, der die einzelnen Schichten von der Haut bis zur Gelenkkapsel öffnet). Je nach Ausmaß oder Art der Kniegelenkschäden sind gelegentlich drei kleine Zugänge von ca. 5 mm erforderlich, die aber hinsichtlich des Eingriffs und der Heilung keine Rolle spielen.

Damit die Arthroskopie unter optimalen Bedingungen und zum größtmöglichen Nutzen des Patienten durchgeführt werden kann, ist es erforderlich, die Operation in einer Vollnarkose oder einer Spinalanästhesie durchzuführen. In der Regel erfolgt die Operation in einer Vollnarkose, da diese für ambulant operierte Patienten die bessere Methode darstellt. Nur wenn die Spinalanästhesie für den Patienten sicherer ist als die Vollnarkose, wird eine Spinalanästhesie durchgeführt.

Die Operation des Kniegelenkes kann aus drei Gründen nicht in einer örtlichen Betäubung erfolgen. Um für die gesamte Dauer der Operation eine optimale Sicht im Kniegelenk zu haben, ist eine sogenannte Blutleere erforderlich. Hierbei wird das zu operierende Bein mit einer Binde blutleer gewickelt und dann durch eine Druckmanschette, ähnlich wie bei der Blutdruckmessung am Oberarm, die Blutleere aufrechterhalten.

Der zum Aufpumpen der Manschette erforderliche Druck ist so hoch, dass er vom Patienten nur mit einer örtlichen Betäubung des Knies nicht auszuhalten wäre. Außerdem besteht bei einer örtlichen Betäubung des Knies während der Operation immer die Gefahr unwillkürlicher Beinbewegungen des Patienten. Hierdurch kann es zu Verletzungen durch die in das Knie eingeführten Instrumente kommen.

Durch die schonende, minimal invasive Operationstechnik und das dem Patienten angepasste Anästhesieverfahren können alle Patienten noch am selben Tag nach Operationsende – zwar an Gehstützen – aber selbständig in Begleitung die Praxisklinik verlassen. Der Heimtransport kann privat oder mit dem Taxi erfolgen (nach Wunsch und Erfordernis).

Sicherzustellen ist, dass sich nach dem Heimtransport eine Person um den Patienten kümmern kann. Am Abend des Operationstages werden die Patienten in aller Regel vom Anästhesisten angerufen. Weitere Einzelheiten über den gesamten Ablauf werden Ihnen ausführlich von uns mitgeteilt.

Am Abend des Operationstages werden die Patienten in aller Regel vom Anästhesisten angerufen. Weitere Einzelheiten über den gesamten Ablauf werden Ihnen ausführlich von uns mitgeteilt.
In örtlicher Betäubung des Kniegelenkes kommt es nicht zu einer Erschlaffung der Ober- und Unterschenkelmuskulatur, sondern möglicherweise sogar durch die Aufregung des Patienten zu einer erhöhten Anspannung, so dass die Innenräume des Gelenkes zu eng werden. Hierdurch wird die Beurteilbarkeit aller Abschnitte des Kniegelenkes eingeschränkt und dabei möglicherweise ein Schaden übersehen.

Die Narkose wird von einem erfahrenen Facharzt für Anästhesie durchgeführt. Vor der geplanten Narkose führt er mit Ihnen ein ausführliches Vorgespräch, zu dem Sie bitte die bis dahin von Ihrem Hausarzt erhobenen Befunde wie Laborwerte, EKG, Röntgenbilder der Lunge, aber auch alte Arztbriefe und die Beipackzettel der von Ihnen eingenommenen Medikamente mitbringen sollen.

Sollte sich am Tag des Vorgespräches herausstellen, dass noch zusätzliche Untersuchungen zu einer sicheren Durchführung der Narkose notwendig sind, werden diese veranlasst.

In dem anästhesiologischen Vorgespräch wird das geplante Narkoseverfahren besprochen und der Ablauf ausführlich erklärt. Außerdem werden Sie über wichtige Verhaltensregeln vor und nach der Operation wie z. B. die Nüchternzeiten informiert.

Die Narkose wird mit den heute zur Verfügung stehenden modernen Medikamenten durchgeführt, so dass Sie bereits wenige Minuten nach Ende der Operation wieder wach sind und gleich etwas trinken und essen dürfen, da diese Narkosemittel nur sehr selten zu Übelkeit und Erbrechen führen.
Kontakt
Dr. med. Klaus Steinhauser
Arzt für Orthopädie / Sportmedizin
Ohiostraße 3
76149 Karlsruhe
Telefon 0721 – 25 825
Telefax 0721 – 2 83 71

info@dr-klaus-steinhauser.de